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Freitag, 22. Juni 2018

Sonntag, 30. September 2012 16:06 Alter: 6 Jahr/e

Die Bereitschaft Grünwald veranstaltet erstmalig den „Workshop -Sanitätsdienst-“

Am letzten Septemberwochenende kamen bis zu 10 Helfer der BRK Bereitschaft Grünwald zusammen, um sich gemeinsam im „Workshop -Sanitätsdienst-“ fortzubilden.

Trotz Wiesn-Zeit und Schulstress fand zum ersten Mal die interne Fortbildung, in Form eines Workshops, statt. Die Ausbilder Christian Bormann und Jasmin Kohlenz leiteten die Veranstaltung. Die Themengebiete wurden auf einen internistischen und einen chirurgischen Tag aufgeteilt, um den weniger erfahrenen und vielen jungen Mitgliedern wichtige Basics des jeweiligen Fachgebietes zu erklären. Nichts desto trotz wagte man an der ein oder anderen Stelle, für mehr Detailwissen, einen Blick über den Tellerrand. Dabei wurde versucht den Einsatz von Power-Point-Präsentationen auf ein Minimum zu reduzieren und viel mehr in der Gruppe pathologische Zusammenhänge der diversen Notfallsituationen zu ergründen.

Der „internistische Samstag“ begann damit, allen Teilnehmern ein auf jeden Ausbildungsstand zugeschnittenes Versorgungsschema an die Hand zu geben. Mit dessen Hilfe ist es möglich einen Patienten schnell in kritisch oder nicht kritisch einzuteilen sowie die Anamneseerhebung und die weitere Behandlung zu strukturieren, sodass keine elementaren Informationen verloren gehen. Bevor man einen Patienten über die Erste Hilfe hinaus helfen kann, sollte jeder Helfer in der Lage sein die Vitalfunktionen erheben und beurteilen zu können, deshalb folgte eine Praxiseinheit mit Puls-, Blutdruck- und Blutzuckermessung. Darüber hinaus lernten die jungen Helfer das Vorbereiten von i.v. Zugängen und Infusionen. Vor der Mittagspause war noch einmal Muskelkraft gefragt, man trainierte die Herz-Lungen-Wiederbelebung an zwei Stationen. Am Nachmittag war anschließend genügend Zeit viele Fallbeispiele mit kleinen theoretischen Ausflügen in die Notfallmedizin zu machen.

Der Sonntag stand nun unter der Überschrift „Traumatisches Grüß-Gott“. Begonnen wurde mit der theoretischen Einführung zur Ganzkörperuntersuchung „Bodycheck“ und einem Kurzvortrag über Frakturen. Was ist bei einem chirurgischen Notfall zu beachten? Gibt es Besonderheiten? Was sind sichere oder unsichere Frakturzeichen? All diese Fragen wurden einleitend beantwortet. Anschließend teilte man sich in zwei Gruppen auf, um die Grundlagen der Trauma-Versorgung praktisch zu üben. Gruppe Eins beschäftigte sich mit Wundversorgung und Schienung von Extremitäten. Team Zwei hatte die Aufgabe den Umgang mit Schaufeltrage, Halskrause und Vakuummatratze kennen zu lernen sowie darauf aufbauend einen Leitersturz im Keller zu immobilisieren und in den Krankenwagen zu verbringen. Nachdem die Teams jede Fragestellung einmal bearbeitet hatten, konnten sich die Teilnehmer den Vortrag „Unklares vs. Akutes Abdomen“ anhören. Nach der Brotzeit gegen Mittag war noch ausreichend Zeit für verschiedene Fallsimulationen und Anlass dafür den „Bodycheck“ am „Patienten“ anzuwenden.

Sowohl die Teilnehmer als auch die Ausbilder fanden es sehr gut und wichtig eine derartige Fortbildungsveranstaltung ins Leben gerufen zu haben. Mit positivem Feedback einigte man sich, soweit organisatorisch möglich, den Workshop zukünftig halbjährlich (Frühjahr/Herbst) stattfinden zulassen. Auch wenn dieses Mal hauptsächlich junge Sanitätshelfer dabei waren, ist die Veranstaltung, auf Grund ihrer offenen Gestaltungsmöglichkeiten, auch für besser qualifizierte Einsatzkräfte interessant. Diese sollen zukünftig noch mehr eingebunden werden.