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Sonntag, 20. Mai 2018

Samstag, 24. Januar 2015 19:39 Alter: 3 Jahr/e

Bergwacht Bayern für Rettungsaktion in der Riesending-Höhle ausgezeichnet

v.l.: Dr. h.c. Rudolf Seiters (DRK Präsident), Klemens Reindl und Heiner Brunner (Bergwacht), Alois Glück (Ehrenvorsitzender der Bergwacht Bayern), Prof. Dr. Hasso Reschke (Juryvorsitzende), Brigitte Zypries (Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie)

Die Bergwacht Bayern im Roten Kreuz hat jetzt eine Auszeichnung für die Rettungsaktion in der Riesending-Höhle bei Berchtesgaden im Sommer 2014 erhalten.  Die  GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e.V. prämierte den Einsatz am 21. Januar in Berlin mit dem Roland Gutsch Project Management Award 2014. Preisträger sind der Bundesleiter der Bergwacht, Klemens Reindl, sowie Heiner Brunner, Regionalleiter der Bergwacht Hochland.

Mit der Auszeichnung von Klemens Reindl und Heiner Brunner, die als Einsatzleiter der Bergwacht Bayern die Bergung des Höhlenforscher Johann Westhauser in der bayerischen Riesending-Höhle koordinierten, würdigte die GPM zugleich ein Kapitel alpiner Rettungsgeschichte: „Im vergangenen Sommer sind wir Zeuge eines lebensrettenden Projekts geworden, das hinsichtlich der gemeisterten Komplexität und Schwierigkeit als beispiellos gelten kann“, hob Laudator Alois Glück, Ehrenvorsitzender der Bergwacht Bayern und ehemaliger bayerischer Landtagspräsident, vor rund 200 Gästen in Anwesenheit von DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters hervor.

274 Stunden war das Team mit insgesamt über 1.000 Helfern im Einsatz. Technisch von vielen Fachleuten als nicht machbar eingestuft, hatte die Rettungsaktion unter großer öffentlichen Anteilnahme als Reise ins Ungewisse begonnen. Angefangen bei der anspruchsvollen Materiallogistik und der Einrichtung eines Kommunikationssystems bis zur Freilegung eines Rettungsweges und der gefährlichen Bergung des Verletzten, sei der glückliche Ausgang einer „beeindruckenden  Gemeinschaftsleistung“ geschuldet, fasste der Juryvorsitzende Professor Hasso Reschke mit Blick auf das Projektmanagement zusammen. „Die Koordination eines großen, internationalen Teams, das Zusammenspiel von Haupt- und Ehrenamt in einer noch nie dagewesenen Extremsituation, in der alle Abläufe und Maßnahmen neu entwickelt und ständig angepasst werden mussten – diese Mammutaufgabe hat die Einsatzleitung exzellent und vorbildlich gemeistert“, sagte er.

Eine weitere Auszeichnung ging an die Projektleiterin Bau des Landesbetriebs Straßenbau Nordrhein-Westfalen, Annegret Schaber, für eine innovative Autobahnsanierung.

Mit dem Roland Gutsch Project Management Award würdigt die GPM die Menschen hinter den Projekten und ihren Beitrag für Innovation und Fortschritt. Der Award-Jury gehören neben Projektmanagement-Experten auch frühere Preisträgerinnen und Preisträger sowie Persönlichkeiten aus dem politischen und gesellschaftlichen Leben an. Benannt ist der Preis nach Roland W. Gutsch. Als Gründer und erster Vorstandsvorsitzender der GPM sowie als langjähriger Präsident der heutigen IPMA International Project Management Association, zählt der 2009 verstorbene Ingenieur zu den Vätern des modernen Projektmanagements.