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Dienstag, 23. Januar 2018

Mittwoch, 29. Juli 2015 22:30 Alter: 2 Jahr/e

100 Tage nach dem Erdbeben in Nepal: Rotes Kreuz baut 700 Häuser – Wiederaufbau wird Jahre dauern

100 Tage nach dem verheerenden Erdbeben (2. August) in Nepal laufen beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) neben der akuten Nothilfe auch die Anstrengungen für den Wiederaufbau auf Hochtouren. Gemeinsam mit dem Belgischen (Flandern) und Niederländischen Roten Kreuz sorgt das DRK für den Bau von Unterkünften, Wasser- und Sanitärversorgung und die Instandsetzung von Gesundheitsstationen. „Die Zerstörung ist nach wie vor immens. Wir helfen den Menschen dabei, in ein normales Leben zurückzufinden. Das DRK plant aktuell den Bau von Häusern für 700 Familien, die durch das Beben obdachlos geworden sind“, sagt Christof Johnen, Leiter der internationalen Zusammenarbeit beim DRK.

 

So bekommen in der Region Gorkha, dem Epizentrum des Bebens, mehr als 3.500 Menschen wieder ein Dach über dem Kopf und fünf Gesundheitseinrichtungen werden wieder Instand gesetzt. „Das Ziel unserer Arbeit geht über den Wiederaufbau hinaus: Wir unterstützen die Menschen auch dabei, wieder ins Erwerbsleben zurückzukehren, um sich und ihre Familien versorgen zu können. Bis mindestens April 2018 werden wir in Nepal unterstützend tätig sein“, sagt Johnen.

 

Um die akute Not der Menschen zu lindern, betreibt das DRK in Singati eine Gesundheitsstation. Dort sind 9 Helfer des DRK sowie seiner Kooperationspartner, dem Französischen und dem Finnischen Roten Kreuz, beschäftigt sowie 23 lokale Mitarbeiter. „Mit unserer Basis-Gesundheitsstation können wir nach den Standards der Weltgesundheitsorganisation eine Bevölkerung von bis zu 30.000 Menschen versorgen und auch kleinere Operationen und Kaiserschnitte vornehmen. Etwa 60 bis 70 Patienten werden hier täglich versorgt. Gerade jetzt in der Monsunzeit ist es wichtig, dass die Menschen medizinische Versorgung bekommen können“, sagt Johnen.

 

Durch das Erdbeben vom 25. April mit der Stärke 7.8 sowie dessen diverse Nachbeben wurden 8.844 Menschen getötet und mehr als 800.000 Häuser beschädigt oder ganz zerstört. Mehr als 5,6 Millionen Nepalesen sind betroffen. Das DRK arbeitet vor Ort eng mit dem Nepalesischen Roten Kreuz und dessen landesweit mehr als 8000 Freiwilligen zusammen.