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Winnenden: Schüler nutzen Notfallnachsorge des Roten Kreuzes

Bis zu 220 DRK-Helfer waren täglich im Einsatz, um die Opfer des Amoklaufes psychosozial und medizinisch zu betreuen.
Auch die Einsatzkräfte stellen Kerzen auf und zeigen damit ihre Anteilnahme an den Opfern und deren Angehörigen. Fotos (2): U. Bangerter, DRK
In einer Mehrzweckhalle von Winnenden treffen sich Schülerinnen und Schüler, Angehörige und Lehrerinnen und Lehrer und versuchen gemeinsam, den Schrecken des Amoklaufes zu verarbeiten. Ende der Woche waren oft hundert und mehr Menschen gleichzeitig in der Halle, um Hilfe bei den Notfallnachsorge-Teams vom Roten Kreuz, den Notfallseelsorgern von kirchlichen Organisationen oder bei Schulpsychologen zu finden. Oft haben sich die Jugendlichen aber auch einfach in Gruppen zusammengesetzt und geredet. DRK-Helfer übernahmen die Versorgung mit Getränken und Essen, denn auch so alltägliche Handlungen wie Essen können schon hilfreich sein.

„In den ersten Gesprächen stand vor allem das Zuhören im Mittelpunkt. Der Schock und die Ratlosigkeit waren allgegenwärtig. Mittlerweile beginnt die Trauerarbeit, die Menschen erzählen, was sie bewegt, es fließen Tränen", berichtet Annette Kull, Koordinatorin der Notfallnachsorge- Teams vom Roten Kreuz
Die Notfallnachsorge-Teams vom Roten Kreuz bieten auch diese Woche noch psychosoziale Unterstützung in der Herrmann-Schwab-Halle in Winnenden an.