Aufgrund der etwas kühleren Temperaturen im Vergleich zum Vorjahr mussten am Eröffnungstag der Wiesn weniger Patienten mit Herz- und Kreislaufbeschwerden behandelt werden. "Einsatzschwerpunkt waren chirurgische Notfälle, wie z.B. Schnittverletzungen durch Glasscherben sowie Platzwunden nach Stürzen", sagt der ärztliche Leiter der Rotkreuz-Sanitätsstation Dr. Florian Fischer. 115 ehrenamtliche Rotkreuzhelfer und 11 Ärzte behandelten insgesamt 718 Patienten (in Klammern jeweils Vorjahr: 811), davon mussten 340 (363) Personen ärztlich versorgt werden.
Erfreulicherweise mussten nur 55 (Vorjahr: 65) Personen aufgrund ihrer Alkoholintoxikation medizinisch behandelt werden. Darunter nur zwei (Vorjahr: fünf) Jugendliche unter 16 Jahren. Ein 19-jähriger Münchner hatte sich allerdings zu viel zugemutet. Nach durchzechter Nacht im Kunstpark Ost wartete er um 10.15 Uhr vor einem Festzelt auf Einlass und brach plötzlich zusammen. Ein herbeigerufenes Sanitäterteam des Roten Kreuzes brachte ihn nach Erstversorgung sofort zur Sanitätsstation im Servicezentrum Theresienwiese, wo er von den Rotkreuzärzten aufgrund erhöhten Alkoholkonsums behandelt wurde. Bereits nach zwei Stunden konnte der 19-Jährige die Station wieder verlassen und versprach sofort nach Hause und ins Bett zu gehen.
Schwere Verletzungen blieben am gestrigen Eröffnungssamstag aus.
76 (77) Personen wurden zur weiteren Behandlung in die umliegenden Krankenhäuser gebracht. 56 (91) Mal nähten die Rotkreuzärzte in der Sanitätsstation kleinere Schnitt- und Platzwunden.