Nach der Eröffnung des Kongresses durch Brigitta Hausl-Wieschalka stand der Auftaktabend des 6. Bayerischen Katastrophenschutzkongresses ganz unter dem Thema "Hilfe für Helfer".
Claudia Schedlich vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gab hierzu wichtige Impulse.
Das aktuelle Beispiel des Amoklaufes in Winnenden rufe in Erinnerung, wie wichtig systematische Unterstützungsstrukturen nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für die Helferinnen und Helfer seien. Die hierzu bewährten Konzepte seien breit etabliert und flächendeckend verfügbar.
Schedlich stellte den aktuellen Forschungsstand vor. Es gelte, Standards in der Psychosozialen Notfallversorgung zu etablieren und so die Qualität der Hilfsangebote zu sichern. Hierzu haben bereits Konsensuskonferenzen mit vielen Beteiligten stattgefunden. Eine anschließende Podiumsdiskussion mit Vertretern der Hilfsorganisationen sowie der Polizei und der Notfallseelsorge mit Praxisbeispielen zur Hilfe für Helfer rundete den Kongressauftakt ab. Die Moderation übernahm Dr. Peter Poguntke.
Der Bezirksverband Niederbayern/Oberpfalz des Bayerisches Roten Kreuzes richtet den Bayerischen Katastrophenschutzkongress alle zwei Jahre in Weiden aus. Zielgruppe sind (insbesondere ehrenamtliche) Führungskräfte der Hilfsorganisationen in Bayern. Parallel findet der zweite Bayerische Fachkongress Rettungsdienst statt. Auch das Münchner Rote Kreuz nimmt mit 18 Vertretern am Kongress teil.
Im Vorfeld des diesjährigen Kongresses hatte das Rote Kreuz auf die Dringlichkeit einer besondere Führerscheinregelung hingewiesen. Sonst sei nicht sichergestellt, dass auch jüngere Helfer Fahrzeuge zwischen 3,5 und 7,5 Tonnen fahren dürften. Die Bundesregierung hatte eine solche Regelung kürzlich abgelehnt.