Das Münchner Rote Kreuz hat am gestrigen Eröffnungssamstag auf der BRK-Wiesn-Sanitätsstation im Vergleich zum Vorjahr fast 30% mehr Patienten versorgt. Es gab keine nennenswerten Vorkommnisse. Nach einem ruhigen Beginn kam es in der Zeit zwischen 16:00 Uhr und 19:00 Uhr zu einer Einsatzspitze. Danach und in den späteren Abendstunden war ein vergleichsweise mäßiges Einsatzaufkommen zu verzeichnen.
Medizinische Notfälle: Das Einsatzspektrum bei den medizinischen Versorgungen umfasste internistische, chirurgische, neurologische Notfälle, Verletzungen und Erkrankungen im Bereich Hals, Nase, Ohren und Auge sowie Alkoholvergiftungen. 'Schwerpunkte waren chirurgische Weichteilverletzungen. z.B. Schnitte an Händen und Füßen sowie Riss-, Quetsch- und Schürfwunden nach Stürzen', sagt Dr. Frithjof Wagner, einer der ärztlichen Leiter der Rotkreuz-Sanitätsstation. 158 (Vorjahr: 136) chirurgische Notfälle wurden behandelt. 53 (Vorjahr: 59) Mal nähten die Rotkreuzärzte in der Sanitätsstation kleinere Schnitt- und Platzwunden.
Einsatzkräfte, Ärzte und Patienten: 139 ehrenamtliche Rotkreuzhelfer und 11 Ärzte behandelten insgesamt 712 Patienten (Vorjahr: 555), davon wurden 296 (Vorjahr: 252) Personen ärztlich versorgt. 416 (Vorjahr: 303) Menschen wurden sanitätsdienstlich versorgt.
Alkoholvergiftungen: Bei 19 (Vorjahr: 23) Personen war eine medizinische Behandlung aufgrund von Alkoholvergiftung erforderlich. Unter diesen Patienten befand sich kein (Vorjahr: 7) Jugendlicher unter 16 Jahren. Um 14:05 Uhr mussten sich gestern die Ärzte um die erste Alkoholvergiftung auf der Sanitätsstation kümmern: ein junger Mann hatte sich eine Maß Oktoberfest-Bier zuviel zugemutet. Die Ärzte versorgten den Patienten im Überwachungsraum und konnten ihn einige Stunden später nach Hause entlassen.
Besondere Fälle: Schwere Verletzungen blieben am gestrigen Eröffnungssamstag aus. 58 (Vorjahr: 88) Personen wurden zur weiteren Behandlung in die umliegenden Krankenhäuser gebracht. Der erste Abtransport eines Patienten in eine der umliegenden Münchner Kliniken erfolgte gestern um 8:30 Uhr. Es handelte sich um einen Herren, der über starke Bauchschmerzen klagte.
Einsätze im Gelände: Die Tragenteams rückten gestern 209 (Vorjahr: 226) mal ins Wiesngelände aus, um Patienten vor Ort zu versorgen und zur Wiesn-Sanitätsstation zu transportieren bzw. den Transport in eine Klinik vorzubereiten.