Am gestrigen Eröffnungssamstag mussten auf der Wiesn-Sanitätsstation im Vergleich zum Vorjahr 10% weniger Patienten versorgt werden. Es gab keine nennenswerten Vorkommnisse. Der Wachbetrieb verlief bis circa 16:00 Uhr vergleichsweise ruhig. Erst danach und in den späteren Abendstunden war ein mäßiges Einsatzaufkommen zu verzeichnen.
Einsatzschwerpunkte waren chirurgische Notfälle, wie z.B. Schnittverletzungen an Händen und Füßen sowie Platz- und Schürfwunden nach Stürzen“, sagt der ärztliche Leiter der Rotkreuz-Sanitätsstation Dr. Ulrich Hölzenbein. 49 (Vorjahr: 87) Mal nähten die Rotkreuzärzte in der Sanitätsstation kleinere Schnitt- und Platzwunden.
153 ehrenamtliche Rotkreuzhelfer und 14 Ärzte behandelten insgesamt 555 Patienten (Vorjahr: 619), davon wurden 252 (Vorjahr: 344) Personen ärztlich versorgt.
Bei 49 (Vorjahr: 36) Personen war eine medizinische Behandlung aufgrund von Alkoholvergiftung erforderlich. Unter diesen Patienten befanden sich 7 (Vorjahr: 2) Jugendliche unter 16 Jahren. Gegen 13:30 Uhr mussten sich gestern die Ärzte um die erste Alkoholvergiftung auf der Sanitätsstation kümmern: eine junge Dame aus dem Landkreis München war von ihrem Freund zur Wiesn-Sanitätsstation des Münchner Roten Kreuzes gebracht worden. Sie hatte sich mit einer einzigen Maß Oktoberfest-Bier bereits zuviel zugemutet. Die Ärzte versorgten die Patientin im Überwachungsraum und konnten sie einige Stunden später nach Hause entlassen.
Schwere Verletzungen blieben am gestrigen Eröffnungssamstag aus. 88 (Vorjahr: 112) Personen wurden zur weiteren Behandlung in die umliegenden Krankenhäuser gebracht. Der erste Abtransport eines Patienten in eine der umliegenden Münchner Kliniken erfolgte gestern um 10:53 Uhr. Es handelte sich um einen älteren Herren, der unter Herzrhytmusstörungen litt.