Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Münchner Roten Kreuzes waren beim gestrigen Champions League-Endspiel in mehrfacher Hinsicht gefordert. Sie stellten nicht nur den Sanitätsdienst in der Arena und beim Champions Festival im Olympiapark sicher, sondern standen auch mit den so genannten Schnelleinsatzgruppen im Hintergrund zum Einsatz bereit.
In der Arena leisteten von 12 Uhr 30 bis weit nach Mitternach 90 ehrenamtliche Helfer und vier Ärzte qualifizierte Erste Hilfe für die Stadionbesucher, die eine Karte für das Endspiel ergattert hatten. 145 Mal kamen die Rotkreuzler zum Einsatz, 13 Patienten brachte der Rettungsdienst zur weiteren Behandlung in Münchner Kliniken. Das ist deutlich mehr als bei einem regulären Bundesligaspiel.
Zur gleichen Zeit kümmerten sich weitere 100 ehrenamtliche Helfer und vier Ärzte im Olympiapark um die Besucher des Champions Festivals mit Public Viewing. Dort leisteten sie 338 Mal Erste Hilfe, 30 Patienten wurden ärztlich versorgt, 23 Patienten brachte der Rettungsdienst in Münchner Kliniken. Vor allem Stürze und Kreislaufprobleme versorgten die Helfer, aber auch Verbrennungen durch unerlaubt mitgebrachte Pyrotechnik.
Im Hintergrund hielten sich die ehrenamtlichen Helfer der so genannten Schnelleinsatzgruppen zum Einsatz bereit. Diese Gruppen können jederzeit alarmiert werden, sind mobil und flexibel einsetzbar. Die Schnelleinsatzgruppe Behandlung baute beispielsweise vorsichtshalber eine Unfallhilfsstelle an der Leopoldstraße auf, um auf Einsätze entlang der Fanmeile vorbereitet zu sein. Die Schnelleinsatzgruppe Betreuung hielt sich bereit, um bei Bedarf die Helferinnen und Helfer zu verpflegen, die auf der Leopoldstraße eingesetzt worden wären. Wegen der Niederlage des FC Bayern kam sie jedoch letztlich nicht zum Einsatz.
"Wir waren an allen Einsatzorten stark gefordert", fasst Rotkreuz-Einsatzleiter Volker Ruland den Samstag zusammen. "Die Stimmung bei den Helfern war gut, die Zusammenarbeit mit Veranstalter, Polizei, Kreisverwaltungsreferat und Feuerwehr verlief reibungslos."
Das Münchner Rote Kreuz setzte für diesen besonderen Tag ehrenamtliche Helferinnen und Helfer der Bereitschaften, der Bergwacht sowie der Wasserwacht ein.