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Dienstag, 24. April 2018

Dienstag, 9. Februar 2016 23:06 Alter: 2 Jahr/e

Zugunglück bei Bad Aibling: Münchner Rotes Kreuz leistet Hilfe für die Helfer

Heute Vormittag erreichte den Fachdienst Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) des Münchner Roten Kreuzes der Alarm, dass bei dem Zugunglück in Bad Aibling dringend Helfer zur Nachbetreuung von Einsatzkräften benötigt werden. Umgehend alarmierte der Fachdienstleiter seine speziell qualifizierten Ehrenamtlichen, sogenannte Peers, und übernahm die weitere Koordination. Nach schnellen Rückmeldungen konnten der Einsatzleitung innerhalb von wenigen Minuten insgesamt fünf Einsatzkräfte, darunter eine Diplom-Psychologin, gemeldet werden.

Sobald der konkrete Einsatzbefehl vorlag, rückte nach kurzen telefonischen Absprachen ein Helfer mit dem Mannschaftswagen der Bereitschaft Planegg/Krailling gegen 11:20 Uhr vom dortigen Rotkreuzhaus ab. Am vereinbarten Treffpunkt nahm er die weiteren Helfer*innen auf. Gegen 12:30 Uhr trafen die ehrenamtlichen Helfer am vereinbarten Bereitstellungsraum im Feuerwehrgerätehaus Bad Aibling ein. Vor Ort informierten die örtlichen PSNV-Führungskräfte über die Einsatzlage und die weiteren Aufgaben.

Um 13:00 Uhr wurden die Münchner Helfer bei einem sogenannten Defusing für 26 Einsatzkräfte, darunter Notärzte, Rettungswagenbesatzungen und Kräfte der Schnelleinsatzgruppen, welche bei dem Unglück als erste vor Ort waren, als Peers eingesetzt. Dabei wurde den Einsatzkräften alle verfügbaren Informationen zu dem Einsatz weitergegeben, Sie auf mögliche Belastungsreaktionen hingewiesen und Ihnen Hilfestellung bei Gesprächsbedarf angeboten. Zudem gab es die Möglichkeit in Einzelgesprächen sich über das Erlebte auszutauschen. Einsatzende vor Ort war gegen 15:00 Uhr.

In den kommenden Tagen werden wir zusätzlich ein ausführliches Debriefing für die eingesetzten Helfer anbieten.

Der Fachdienst PSNV (Psychosoziale Notfallversorgung) des Münchner Roten Kreuzes steht nicht nur Einsatzkräften nach belastenden Ereignissen zur Seite. Im Rahmen der Krisenintervention betreuen die ehrenamtlichen Helfer*innen professionell Angehörige und Betroffene in den ersten Stunden nach einschneidenden Erlebnissen.