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Mittwoch, 21. Februar 2018

Freitag, 18. Juli 2014 17:58 Alter: 4 Jahr/e

Südsudan: Deutsches Rotes Kreuz unterstützt Kampf gegen Cholera

Mit der Entsendung von zwei Mitarbeitern unterstützt das Deutsche Rote Kreuz (DRK) einen internationalen Rot-Kreuz-Einsatz zur Bekämpfung des aktuellen Cholera-Ausbruchs in Südsudan. „Bis zum 9. Juli waren 3152 Cholera-Fälle registriert und die Zahlen steigen weiter an. Bereits 70 Menschen sind zu Tode gekommen. Die wichtigste Aufgabe in dieser Situation ist es, die Bevölkerung mit sauberem Wasser zu versorgen und über präventive Maßnahmen aufzuklären, um eine weitere Ausbreitung der Cholera einzudämmen“, sagt DRK-Gesundheitsexpertin Dr. Christiane Haas.

Die beiden DRK-Mitarbeiter sind Teil eines Internationalen Rotkreuz-Einsatzes, an dem rund  30 internationale Rotkreuzhelfer beteiligt sind. Beide Mitarbeiter unterstützen für einen Monat den Betrieb einer mobilen und extrem leistungsstarken Trinkwasseraufbereitungsanlage in der Stadt Torit, südöstlich der Hauptstadt Juba, mit der rund 600.000 Liter Wasser für bis zu 40.000 Menschen am Tag gewonnen werden. Neben Juba gilt Torit als eines der Zentren des Cholera-Ausbruchs.

Zusätzlich verteilen sie Hilfsgüter zur Trinkwasseraufbereitung auf Haushaltsebene, errichten Latrinen und klären die Bevölkerung über wesentliche präventive Hygienemaßnahmen auf, um die weitere Ausbreitung der Cholera zu stoppen.

„Wir beobachten die Entwicklung mit Sorge. In dem von Bürgerkrieg gezeichneten Südsudan leben viele Menschen unter teils verheerenden hygienischen Bedingungen, vielfach ist die Versorgung mit sauberem Trinkwasser nicht gegeben. Besonders bedrohlich ist die Lage für die mehreren hunderttausend Binnenflüchtlinge im Land. Besonders wichtig ist, weitere humanitäre Helfer zu schulen, damit sie im Bereich der Hygieneaufklärung eingesetzt werden können. Der Beginn der Regenzeit behindert die dringend notwendigen Hilfslieferungen zusätzlich“, sagt Dr. Haas.

Am 15. Mai hatte das südsudanesische Gesundheitsministerium einen Cholera-Ausbruch in der Hauptstadt Juba offiziell bestätigt.