Sie sind hier: Aktuelles » Karl-Heinz Demenat ist neuer Vorsitzender des Münchner ...
Dienstag, 23. Januar 2018

Mittwoch, 22. März 2017 00:55 Alter: 307 Tage

Karl-Heinz Demenat ist neuer Vorsitzender des Münchner Roten Kreuzes

von links: Dr. Philipp Groha, Julian Weiß, Sabine Wagmüller, Karl-Heinz Demenat, Julian Kerth, Markus Koterba, Dr. Frithjof Wagner, Walter Fichtel. Foto: M. Vogel

Auf der Mitgliederversammlung in der Alten Kongresshalle wählten heute knapp 800 Mitglieder des Münchner Roten Kreuzes ihren neuen Vorstand.

 

Zum Vorsitzenden wählten die Mitglieder den 63jährigen Rechtsanwalt Karl-Heinz Demenat, seine Stellvertreter*innen sind Sabine Wagmüller (50) und der 35jährige Sicherheitsingenieur Julian Kerth.

 

Neuer Chefarzt ist der Chirurg Dr. Frithjof Wagner, der bisher das Amt des stellvertretenden Chefarztes bekleidete. Sein Stellvertreter ist der Internist Dr. Philipp Groha. Schatzmeister bleibt Walter Fichtel, auch sein Stellvertreter Markus Koterba wurde im Amt bestätigt. Rechtsanwalt Julian Weiß ist neuer Justiziar.

 

Im Haushaltsausschuss sitzen Anne Attenberger, Georg Fahrner, Christoph Hahn, Werner Masanz, Kilian May, Claudia Schubert und Dietmar Schubert, Ersatzmitglieder sind Werner Attenberger, Andreas Bergtold, Rolf Kirsch.

 

Die Delegierten zur Bezirks- und Landesversammlung werden auf Beschluss der Mitgliederversammlung vom Vorstand bestimmt.

 

Rotkreuz-Präsident Theo Zellner hob die außergewöhnlichen Dimensionen des Münchner Roten Kreuzes hervor und das Engagement, das dort jeden Tag von mehr als 3.500 ehrenamtlichen Helfer*innen und 1.000 beruflichen Mitarbeiter*innen geleistet werden. Zellner informierte auch über einen Strategieprozess auf Landesebene, der die Weichen für die nächsten Jahre stellen soll. Dabei betonte er vor allem, wie wichtig es ist, auch künftig Freiwillige für ein nachhaltiges Engagement im Roten Kreuz zu gewinnen. Christa Stewens betonte den Stellenwert der Einheit des Roten Kreuzes, um attraktiv für Mitwirkende zu sein. Sie dankte dem scheidenden Kreisvorsitzenden Paul Polyfka für sein herausragendes Engagement auf allen Verbandsebenen des Bayerischen Roten Kreuzes.

 

Zu Beginn der Vesammlung hatte der bisherige Vorsitzende seine Bilanz der vergangenen vier Jahre gezogen. Transparenz, Dialog und Miteinander - unter diesen Schlagworten war der Vorstand 2013 angetreten. In den vergangenen vier Jahren habe der Vorstand begonnen, die Kultur im Münchner Roten Kreuz zu verändern. So ein Veränderungsprozess brauche aber deutlich mehr Zeit, weshalb es am nächsten Vorstand sei, diese Veränderung fortzusetzen. Polyfka bedankte sich insbesondere bei seinen 21 Vorstandskolleg*innen für die intensive Zusammen- und die erfolgreiche Teamarbeit. Bei jährlichen Vorstandsklausuren wurde die Strategie gemeinsam abgestimmt. Mit Fachausschüssen wurden Themen wie Mittelbeschaffung oder Liegenschaften bearbeitet. Auch der Kontakt mit der Basis war dem Vorstand wichtig, sei es bei Veranstaltungen oder auch bei Vorstandssitzungen in den dezentralen Liegenschaften in Stadt und Landkreis. So habe sich der Vorstand von den Rahmenbedingungen vor Ort und von den vielfältigen Leistungen des Roten Kreuzes überzeugen können. Die Medienpräsenz sei durch die Überarbeitung der Mitgliederzeitschrift und einer Kooperation mit münchen.tv verstärkt worden. Auch im Engagement um eine rechtliche Gleichbehandlung aller Ehrenamtlichen im Bevölkerungsschutz seien wichtige Schritte in die richtige Richtung erreicht worden, wenn auch eine echte Helfergleichstellung noch immer nicht gegeben sei. Zudem betonte er die großen Herausforderungen bei der strategischen Entscheidung, die Geschäftsstelle vom Lehel nach Sendling zu verlagern und mit den Erlösen aus der Vermietung der revitalisierten Immobilie in der Seitzstraße 8 künftig die finanzielle Stabilität des Münchner Roten Kreuzes zu sichern. Zum Schluss bedankte er sich bei den Mitgliedern für die Chance, vier Jahre als Vorsitzender wirken und die Weichen für die Zukunft des Münchner Roten Kreuzes stellen zu dürfen. Er zeigte sich auch dankbar für die vielen Begegnungen, die er durch das Amt erleben durfte. Es sei ein Privileg, in der Nähe von Menschen sein zu dürfen, die rund um die Uhr bereit seien, Menschen in Not beizustehen.