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Freitag, 22. Juni 2018

Freitag, 21. Dezember 2012 08:35 Alter: 6 Jahr/e

Innenminister Herrmann übergibt den tausendsten Rettungswagen an das Münchner Rote Kreuz

von links: Matthias Wenig, Arbeitsgemeinschaft der bayerischen Sozialversicherungsträger - Thomas Kretzschmar, Leitung Verkauf Nutzfahrzeuge Mercedes-Benz Niederlassung München - Joachim Herrmann, bayerischer Innenminister - Dieter Deinert, Arbeitsgemeinschaft der Durchführenden im Rettungsdienst Bayern und Landesgeschäftsführer BRK - Stefan Krause, Bereichsleiter Einsatzdienste BRK-Kreisverband München

Seit 2003 werden im bayerischen Rettungsdienst durch das Bayerische Rote Kreuz (BRK) für alle Durchführenden landesweit einheitliche Rettungswagen (RTW) beschafft. Lange galt die Einführung eines standardisierten Rettungsmittelkonzeptes für ein ganzes Bundesland als undurchführbar. Zu unterschiedlich seien die Anforderungen zwischen Stadt und Land, zwischen Berg- und Flachland und nicht zuletzt auch zwischen den einzelnen Betreibern, hieß es.

Das Bayerische Rote Kreuz hat sich 2003 mit Vertretern des Arbeiter-Samariter-Bundes, der Münchner Berufsfeuerwehr, der Johanniter-Unfall-Hilfe, des Malteser-Hilfsdienstes und der Landesverbände der in den öffentlichen Rettungsdienst eingebundenen Privatunternehmen an einen Tisch gesetzt und gemeinsam wurde so ein für alle Betreiber gleicher Rettungswagen als universell in Bayern einsetzbares Fahrzeug entwickelt. Alle RTW in Bayern sind seitdem einheitlich ausgebaut und unterscheiden sich lediglich durch die Betreiberkennzeichen und -logos sowie dem bei entsprechender Topographie notwendigen Allradantrieb voneinander. Was früher nur schwer vorstellbar war, wurde rasch zum Erfolgsmodell.

Nun wurde der 1.000. einheitliche Rettungswagen in Bayern im Beisein von Innenminister Joachim Herrmann und Vertretern der Durchführenden sowie der Kostenträger bei Mercedes-Benz in München anlässlich einer Feierstunde an den dortigen Kreisverband des BRK übergeben. "Wir sind sehr stolz auf dieses Jubiläum und die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten", unterstreicht BRK-Präsidentin Prinzessin Christa von Thurn und Taxis. "Das bayerische Rettungswagenkonzept zeigt auch, dass Wirtschaftlichkeit nicht zu Lasten von Ausstattung und Qualität gehen muss."

Denn die Rettungswagen in Bayern werden von den Sozialversicherungsträgern, den bayerischen Krankenkassen, bezahlt. Die konsequente Bündelung  der RTW-Beschaffungsmengen erlaubt eine hocheffiziente Linienfertigung bei den Aufbauherstellern, was wiederum die Anschaffungskosten gegenüber Einzelbeschaffungen deutlich senkt.

"Diese Anzahl von 1.000 nach dem gleichen standardisierten Konzept beschafften Rettungswagen ist bundesweit bislang einzigartig", sagt Dieter Deinert, Landesgeschäftsführer des BRK und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Durchführenden im Rettungsdienst Bayern. Allein diese Zahl beweise die Qualität und Tragfähigkeit des bayerischen Rettungswagen-Konzeptes, so Deinert weiter.

Mit rund 1,2 Million Einsätzen im Rettungsdienst ist das Bayerische Rote Kreuz die bedeutendste Hilfsorganisation im größten Flächenstaat Deutschlands und als Kompetenzzentrum an der Entwicklung von Fahrzeugkonzepten im Rettungsdienst sowie Katastrophenschutz beteiligt.