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Samstag, 21. April 2018

Montag, 22. Oktober 2012 11:05 Alter: 5 Jahr/e

Diskussion zur interkulturellen Öffnung des Münchner Roten Kreuzes

Interessiertes Publikum im Haus Alt-Lehel

Christine Müller und Habibullah Hamdard legten mit ihrem Expertenvortrag den Grundstein für die angeregte Diskussion

Der Dialog und die Diskussion standen im Vordergrund

Am 11. Oktober fand in den Räumen des Hauses Alt-Lehel des Münchner Roten Kreuzes ein Diskussionsabend zum Thema "Unser Ehrenamt von morgen - ganz multi-kulti?!?" statt. Etwa 60 interessierte ehrenamtliche und berufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren der Einladung von Paul Polyfka gefolgt, dem 1. stellvertretenden Vorsitzenden des Münchner Roten Kreuzes.

 

Als Leiter einer entsprechenden Projektgruppe des Vorstandes mit Vertretern aus den Rotkreuzgemeinschaften Bereitschaften, Bergwacht, Jugendrotkreuz und Wasserwacht sowie den sozialen Geschäftsfeldern des Münchner Roten Kreuzes ist es ihm ein Anliegen, die Strategie der interkulturellen Öffnung des Roten Kreuzes ganz konkret lokal umzusetzen und mehr Menschen mit Zuwanderungsgeschichte als aktive Mitgestalter des Münchner Roten Kreuzes zu gewinnen.

 

Christine Müller (Teamleiterin Migration, Integration, Interkulturelle Öffnung beim Münchner Roten Kreuz) und ihr Kollege Habibullah Hamdard gaben den Anwesenden zunächst einen Expertenimpuls zur Lebenswirklichkeit von Migranten, speziell im Hinblick auf ehrenamtliches Engagement. Sie stellten auch typische Hemmnisse dar und plädierten deshalb für eine gezielte und angemessene Ansprache.

 

Es folgte eine angeregte Diskussion, die eine große Offenheit für die Mitwirkung von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte im Roten Kreuz erkennen ließ und zeigte, dass dies auch bereits üblich ist. Dennoch zeigten sich die Teilnehmer sehr interessiert an einer professionelleren Ansprache von Migranten und mehr Unterstützung bei der Begleitung neuer ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer im Rotkreuzalltag.

 

Viele der Anwesenden folgten dem Aufruf von Paul Polyfka und bringen sich künftig aktiv in die Projektgruppe des Vorstandes ein. Zudem soll das Thema Interkulturelle Öffnung künftig stärker in die Aus- und Fortbildung von Leitungskräften integriert werden.

 

"Ich bin begeistert vom breiten Interesse, das sich an der hohen Teilnehmerzahl heute Abend zeigt", freut sich Paul Polyfka. "Besonders gefreut hat mich die Anwesenheit einiger Vorstandskollegen und vieler Rotkreuzler, die selbst eine Zuwanderungsgeschichte haben. Ich bin zuversichtlich, dass wir auf dieser Basis sowohl Strategien als auch konkrete Maßnahmen für die systematische interkulturelle Öffnung des Münchner Roten Kreuzes entwickeln können."