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Samstag, 21. April 2018

Sonntag, 22. September 2013 13:33 Alter: 5 Jahr/e

Bilanz der Wiesn-Sanitätsstation am Eröffnungssamstag

Vor dem ersten Einsatz checkt das Tragenteam seine Ausrüstung

Hier werden Sie vom Vorstand gerettet: (v.l.n.r.) Michael Schönberger, stv. Kreisbereitschaftsleiter, Paul A. Polyfka, Vorsitzender des Münchner Roten Kreuzes, Werner Heim, stv. Vorsitzender und Dr. Frithjof Wagner, stv. Chefarzt des Münchner Roten Kreuzes

Auf dem Oktoberfest sind auch befreundete Rotkreuzler aus dem gesamten Bundesgebiet im Einsatz, hier unter anderem vom Kreisverband Berlin-City. Fotos: E. Vigo Fischer

Am gestrigen Eröffnungssamstag mussten auf der Wiesn-Sanitätsstation im Vergleich zum Vorjahr 10% weniger Patienten versorgt werden. Es gab keine nennenswerten Vorkommnisse. Der Wachbetrieb verlief bis circa 16:00 Uhr vergleichsweise ruhig. Erst danach und in den späteren Abendstunden war ein mäßiges Einsatzaufkommen zu verzeichnen.

 

Einsatzschwerpunkte waren chirurgische Notfälle, wie z.B. Schnittverletzungen an Händen und Füßen sowie Platz- und Schürfwunden nach Stürzen“, sagt der ärztliche Leiter der Rotkreuz-Sanitätsstation Dr. Ulrich Hölzenbein. 49 (Vorjahr: 87) Mal nähten die Rotkreuzärzte in der Sanitätsstation kleinere Schnitt- und Platzwunden.

 

153 ehrenamtliche Rotkreuzhelfer und 14 Ärzte behandelten insgesamt 555 Patienten (Vorjahr: 619), davon wurden 252 (Vorjahr: 344) Personen ärztlich versorgt.

 

Bei 49 (Vorjahr: 36) Personen war eine medizinische Behandlung aufgrund von Alkoholvergiftung erforderlich. Unter diesen Patienten befanden sich 7 (Vorjahr: 2) Jugendliche unter 16 Jahren. Gegen 13:30 Uhr mussten sich gestern die Ärzte um die erste Alkoholvergiftung auf der Sanitätsstation kümmern: eine junge Dame aus dem Landkreis München war von ihrem Freund zur Wiesn-Sanitätsstation des Münchner Roten Kreuzes gebracht worden. Sie hatte sich mit einer einzigen Maß Oktoberfest-Bier bereits zuviel zugemutet. Die Ärzte versorgten die Patientin im Überwachungsraum und konnten sie einige Stunden später nach Hause entlassen.

 

Schwere Verletzungen blieben am gestrigen Eröffnungssamstag aus. 88 (Vorjahr: 112) Personen wurden zur weiteren Behandlung in die umliegenden Krankenhäuser gebracht. Der erste Abtransport eines Patienten in eine der umliegenden Münchner Kliniken erfolgte gestern um 10:53 Uhr. Es handelte sich um einen älteren Herren, der unter Herzrhytmusstörungen litt.